• Samsy@lemmy.ml
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    3 days ago

    Liebe Leudde, ihr versteht das nunmal nicht, bei 0-9€ würde ja keiner mehr ein Auto kaufen. Das kann sich ein Autoland wie unseres nicht leisten, wozu ruinieren wir denn seit Jahren die Öffis, natürlich damit “freiheit” nur mit auto steht und fällt /s

    Gez. Ein konservativer mit zu lockerer Zunge.

  • aaaaaaaaargh@feddit.org
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    3 days ago

    Ich denke, wenn man das 9-Euro-Ticket dauerhaft zurückholen würde, würde sehr schnell deutlich, wie vernachlässigt die Infrastruktur der Schiene ist und dann würden da auch Nachbesserungen nötig, was, soweit ich das beobachte, zumindest im Fall des Nahverkehrs weder von Bund, noch von Bahn beabsichtigt ist.

    • 🦄🦄🦄@feddit.org
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      3 days ago

      “Ahh ja wir würden ja so gern die Schienen erneuern, aber durch das SoZiALiStiScHe 9€-Ticket ist dafür eiiinfach kein Geld da. Tja. Der Pöbel wollte es ja so!”

    • Majoran@feddit.org
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      3 days ago

      Ja, so ähnlich denke ich auch. 9-Euro-Ticket wäre natürlich schön, aber noch schöner wären imho sinnvolle Investitionen in die Bahn-Infrastruktur.

      • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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        3 days ago

        Das ist eine relativ privilegierte Sichtweise. Wichtig ist für viele vor allem, überhaupt erst Zugang zu haben, und je günstiger das Ticket ist, desto mehr Menschen haben überhaupt erst Zugang.
        Oder anders ausgedrückt: wenn ich mir kein Ticket leisten kann, können die Züge noch so pünktlich sein.

        Darüber hinaus sind nicht nur Züge Teil des ÖPNV, sondern auch die Busse und Stadt- bzw. U-Bahnen der städtischen Verkehrsnetze, die ebenfalls zugänglich sein müssen, die aber in den allermeisten Fällen tatsächlich schon akzeptabel pünktlich sind und auch so getaktet werden, dass eine einzelne verpasste Verbindung kein Weltuntergang ist.

        Schlussendlich ist ein günstiges Ticket (oder gar ein kostenloser Zugang) eine Maßnahme, die man relativ einfach und ohne große Infrastrukturplanungskomittees umsetzen könnte, aber auch niemanden davon abhält, die notwendigen Investitionen, Reformen und Umbaumaßnahmen anzugehen, die für einen pünktlichen und weit verbreiteten (ländliche Regionen anzuschließen darf auch nicht vergessen werden) (Zug-)ÖPNV notwendig sind. Daher ist es kein konstruktives Vorgehen, erst pünktliche Züge und dann günstigen Zugang zu fordern.

        • Melchior@feddit.org
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          3 days ago

          Dann schau mal nach Japan. Es gibt Ticketdurcheinander und die Tickets sind ähnlich teuer wie Einzelfahrkarten in Deutschland. Es gibt noch nicht einmal etwas wie das Deutschlandticket. Die Japaner fahren 10X so viele Personenkilometer mit Schienengebundenen ÖPNV wie die Deutschen. Wahrscheinlich weil es genug, gute und pünktliche Züge gibt. Das alles übrigens mit einem kürzeren Schienennetz als Deutschland.

          Man kann natürlich auch Fakten ignorieren und behaupten, dass sich eine Nation der Autofahrer, den schon jetzt günstigeren ÖPNV nicht leisten kann…

          • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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            3 days ago

            Man kann natürlich auch meinen Kommentar komplett falsch lesen.
            Wo habe ich denn gesagt, dass der Ticketpreis die Leute anzieht? Ich habe formuliert, was meiner Meinung nach wichtig für einen fairen und zugänglichen ÖPNV wäre, den alle nutzen können sollten. Und für viele Menschen ist der ÖPNV leider tatsächlich zu teuer. Ich zum Beispiel bin Bürgergeldempfänger und kann mir das derzeitige Deutschlandticket schlicht nixht leisten. Ich frage mich auch jeden Monat wieder, ob ich mir nicht doch irgendwie günstig einen gebrauchten Drahtesel besorgen kann, weil die 40€ für das vergünstigte Sozialticket hart an der Grenze sind.
            Deswegen habe ich meinen Kommentar eingeleitet mit “Pünktlichkeit>Preis ist eine privilegierte Perspektive.”

            Aber man kann auch einfach Faktenferne vorwerfen.

            • Melchior@feddit.org
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              3 days ago

              Das Problem ist doch gar nicht der Zugang zu ÖPNV sondern zu Mobilität allgemein. Sprich auf dem Land wäre das Fahrrad besser. Da ist es schlauer Bürgergeldempfängern und anderen Armen die 54€ einfach direkt zu geben(Sozialticket gibt es ja nicht überall). Dann können sie selber schauen, wie sie das Geld ausgeben und wenn sie zu Fuss gehen, dann halt für etwas anderes.

              Damit spart man dann fast 2/3 der Kosten des Deutschlandtickets, was man dann schön in Infrastruktur stecken kann, womit man hoffentlich endlich pünktliche Züge kriegt.

              • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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                3 days ago

                Du kannst auch einen Haufen Geld sparen, wenn du den ÖPNV gleich kostenlos machst. Dann musst du nämlich weder Kontrolleure noch Ticketverkaufsinfrastruktur etc bezahlen.

                Beim derzeitigen Zustand des Bürgergelds ist eine direkte Auszahlung auch schwierig, weil viele Empfänger*innen (gerade jene mit Familie) das Geld dann für Essen oder andere essenzielle Güter ausgeben (müssen). Außerdem schließt das z.B. auch wieder Menschen aus, die auf der Straße leben.
                Wenn du das Geld führs Ticket direkt auf die Sozialhilfe draufschlagen wolltest, müsstest du also erst das Sozialhilfesystem reformieren. Nicht, dass ich etwas gegen eine Reform des Sozialhilfesystems hätte, ganz im Gegenteil. Aber weiter weg kann man von einfach und schnell umsetzbaren Maßnahmen, die den Zugang zum ÖPNV verbessern sollen, kaum sein.

      • lokalhorst@feddit.org
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        3 days ago

        Ich muss dich leider enttäuschen, dir übrigens 54€ vom 63€ Ticket werden in das Heilige Römische Reich deutscher Verkehrsverbünde verteilt, es ist kein Geld mehr übrig. Aber es fährt ja sowieso nur der Pöbel mit dem Regionalverkehr.

  • rbn@sopuli.xyz
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    3 days ago

    Ich glaube immer noch, dass es insgesamt günstiger sein könnte, den ÖPNV kostenlos zu machen statt einen eher symbolischen Preis von 9€ dran zu schreiben. Die ganze Infrastruktur und das Personal, was für den Ticketverkauf gebraucht wird, könnte man einsparen oder anderweitig nutzen.

    Der ÖPNV kostet jährlich circa 25 Milliarden. Selbst wenn alle in Deutschland dauerhaft ein 9€ Ticket kaufen, wären das nicht mal 9 Milliarden im Jahr. Lieber gleich aus Steuern finanzieren und die nötigenfalls erhöhen.

      • trollercoaster@sh.itjust.works
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        3 days ago

        Mit dem symbolischen Preis ging das auch, denn das 9€-Ticket konnte man ganz einfach für Bargeld am Automaten ziehen oder beim Busfahrer kaufen.

        Der personalisierte Abofallen-Müll mit Appzwang kam erst mit dem wesentlich teureren Deutschland-Ticket.

        Aber ja, man sollte sich den ganzen Blödsinn einfach sparen und den öffentlichen Nahverkehr kostenlos machen und über z.B. eine Nahverkehrsabgabe finanzieren.

  • EddyBot@discuss.tchncs.de
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    3 days ago

    Der Verkehrsausschuss hat den Antrag mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD abgelehnt. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich.

      • Takios@discuss.tchncs.de
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        3 days ago

        Man müsste nur einen Satz weiter lesen :P

        Die unterstützen die Forderung der Linken zwar grundsätzlich, kritisierten aber, dass der Antrag der Linken keinen Vorschlag zur Finanzierung ihres Vorhabens enthielt. Dort ist nur davon die Rede, dass der Bund die Hälfte der Mehrkosten tragen sollte. Die Grünen schlugen nun vor, das 40-Euro-Ticket wieder einzuführen sowie ein Sozialticket für Bedürftige.

        • macros@feddit.org
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          2 days ago

          Wobei die Begründung schwach ist, selten enthalten Beschlüsse genaue Angaben woher das Geld dafür kommen soll. Das ist Sache des Haushalts. Der Kuchen ist groß genug um etwas umzuverteilen: https://www.bundeshaushalt.de/DE/Bundeshaushalt-digital/bundeshaushalt-digital.html

          Nach Artikel bräuchte es 5 Milliarden von Bund und 5 Milliarden von den Ländern. Dem Gegenüber stehen dann noch diverse kleine Posten: Käme das Ticket dauerhaft könnten Verkehrsunternehmen ihr Ticketsystem stark vereinfachen, Verwaltungsaufwand sinkt. Dazu die Gesellschaftlichen Vorteile: Weniger Staus, weniger Luftverschmutzung, mehr Mobilität und somit mehr kaufbereite Leute in Städten und Tourismusorten, …

          Dass ausgerechnet die Grünen hier dagegenstimmen finde ich schon sehr schwach.

          • rustydrd@sh.itjust.works
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            2 days ago

            Genau, zumal sie gerade in der Opposition sind. Anstatt also durch ihr Stimmverhalten klare politische Positionen zu vertreten, verwässern sie ihr Profil, indem sie ohne Druck sofort auf den Realo-Kurs einschwenken. Klar, dass das Geld von irgendwo her kommen muss. Aber die Antwort auf diese Frage ist eine Oppositionspartei, die das aktuelle Regierungsgeschehen nicht zu verantworten hat, eben nicht schuldig und sollte sich auch nicht so verhalten als wäre sie es.