Hl. Strohsack (123)

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Cake day: January 12th, 2025

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  • Unabhängig vom Thema störe ich mich an folgendem Satz:

    Die Tagessätze und damit die Höhe der Geldstrafe setzte das OLG Braunschweig wegen des zeitlichen Abstands zwischen Tat und Urteil auf 45 herab.

    Wenn also eine Tat begangen wird und die Justiz aus welchem Grund auch immer zu wenig Ressourcen zur Verfügung hat zeitnah ein Urteil zu sprechen, ist die Ungewissheit quasi Teil der Bestrafung und damit gleichwertig wie eine sonst eventuell höhere Freiheits- oder Geldstrafe?

    Das erscheint mir laienhaft betrachtet nicht gerade ausgewogen. Ich könnte wohlmöglich angeklagt sein, in Untersuchungshaft kommen und erlebte in der Zeit eine Menge negativer Folgen, weil ich nicht meinen gewohnten Alltag leben kann.

    Aber wenn dann ein Gericht durch eher abstrakte, allgemeine Gesetze und vergleichbare Fälle/Urteile plus die eher konkrete Situtation festgelegte Spielräume hat und sie dazu tendieren das Mittel zu wählen ist das im Rechtsstaat doch wohl begründet auf gut begründbarer, bestenfalls faktenbasierter und beweis- oder messbarer, Intensität, Motivation und so?!




  • Hier die Live-Rohdaten

    Mir werden aus unbekannten Gründen bei Klick (nicht beim darüberfahren) einige / ohne mein Zutun durch %2F sowie einzlene = durch %3D ersetzt. Damit wird der ganze Link unbrauchbar. Macht ihr das ganze händisch rückgängig erhaltet ihr https://pad.tchncs.de/form/#%2F1%2Fview%2FbHySC3F243ze02BAsF69Tg%2FDCWDXrExoUA+RtdSaR97wSz0PosipmJaHtAoZdtb2LQ=%2Fauditor%3DUUdTT3VLWjVzQytMbGk3cUs1SG1vem5IODl3RkNNY2o%3D%2F und eine ohne diesen Fehler aufrufbare Seite.

    Edit: Selbst als Code formatiert ist in der Vorschau noch alles korrekt, aber abgeschickt/gespeichert werden wieder oben genannte Zeichen wieder ersetzt…









  • Diese Autoritätshörigkeit, die in Deutschland individuell und insitutionell stark verinnerlicht hat und auf die sich einiges zuspitzt halte ich für bescheuert und gefährlich. Ein Abschluss, Papier (im Sinne von Nachweis), Zertifikat, Zeugnis oder so hat gefühlt immer deutlich mehr Gewicht als deine Erfahrung, deine Motivation und/oder charakterliche Eignung für den gesellschaftlichen Zweck der Behörde bzw. das vorgesehene unmittelbare Kollegium.

    Aber würdest du es denn gerne? Ich habe das Gefühl der öffentliche Dienst hätte viel Potenzial die Gesellschaft und das Leben in der Kommune, im Land oder Bund so viel angenehmer, schöner zu machen als jeder privatwirtschaftliche Betrieb, aber der Idealismus wird wahrscheinlich leider sehr schnell ausgebremst und von der Realität eingeholt.



  • Interessant, Danke für den Einblick. Und wie setzt du dir einen “gesunden” Rahmen? Alleine dein Text löst bei mir viel aus, ich entdecke einige Stichwörter die ich für sich genommen lange durchdenken, neugierig erforschen kann, woraus sich wieder einige neue Stichwörter ergeben und sich das ganze gewissermaßen unbegrenzt wiederholt, einzig mein Kopf setzt irgendwann erschöpft aus.


  • Ich finde viele der Eigenarten und Privilegien von Beamten sehr problematisch und habe auch viel Kritik am öffentlichen Dienst bzw. wie dieser beschaffen und organisiert ist. Mit dem Artikel kommt ein weiterer Punkt hinzu:

    Um sich für den gehobenen Dienst zu qualifizieren, müsste sie ihr Abitur nachholen, sich entlassen lassen aus dem Beamtenverhältnis, neu bewerben und drei Jahre studieren gehen.

    Das heißt für mich im Umkehrschluss, selbst wenn Sie noch so stark ausgeprägte Zoll-spezifische Kompetenzen und Fähigkeiten hätte, ihr Stil, ihre Arbeitsweise, ihr Geschlecht und ihr Charakter sowie mögliche politische Verbindungen gar keine Rolle spielen würden, stößt sie an eine gläserne Decke und könnte bei entsprechendem Interesse nie eine Leitungsposition in ihrer Dienststelle oder der Behörde als ganzes wahrnehmen. Ein Verwaltungsjurist mit dem passenden Parteibuch oder Insiderinformationen durch Nähe zu oder “Mitgliedschaft” in erweiterten Bekannten- oder Freundeskreisen aber schon. Aber nach außen hin wird von der Bestenauslese gesprochen…