Bislang galt als Richtwert, dass etwa 45 bis 60 Prozent der täglichen Energie aus Kohlenhydraten stammen sollten, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) (externer Link). An diesem Leitbild wird nun gerüttelt, denn die FDA (Food and Drug Administration), eine US-amerikanische Regierungsbehörde, die dem Gesundheitsministerium unterstellt ist, stellt mit ihren neusten Ernährungsempfehlungen vom 7. Januar (externer Link) die Ernährungspyramide quasi auf den Kopf. Demnach gewinnen Proteinquellen zum Beispiel an Bedeutung, während die Kohlenhydrate zurücktreten.
Sind die ein bisschen dumm, die Empfehlungen der Trump-Regierung unkritisch widerzugeben? Robert F. Kennedy Jr. ist erheblich mitverantwortlich für diese Änderung der Ernährungsempfehlungen und ist außerdem ein Impf-Kritiker, der gerne “alternative Medizin” gegen gefährliche Krankheiten empfiehlt und Rohmilch promotet.
Ein besonders hartnäckiger Mythos: Kartoffeln oder die darin enthaltenen Kohlenhydrate machen angeblich dick
Hat das irgendjemand schon mal so gehört?!
Ein bisschen komplexer, aber schon. Kohlenhydrate sind halt krass energiereich. Es ist halt einfacher sich mit Nudeln vollkommen zu überfressen als mit Kohlrabi.
Die Kohlehydrate in Kartoffeln sind ja zu großen Teilen Stärke, die sättigend ist. Dass ich mich an Kohlrabi überfresse hätte ich zwar keine Sorge, wohl aber dass ich danach noch genau so hungrig bin wie vorher und dann weiter esse. Da halte ich Stärke-, Ballaststoff- oder Proteinreiche Nahrungsmittel für die besseren Nichtdickmacher, völlig egal ob sie “krass energiereich” sind. Energie ist ja nichts Verkehrtes, das Problem ist eher dass man satt sein sollte wenn man genug davon intus hat.


